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Konvoi Bulgarien

Krushovene und Bulgarien

Im Jahr 2018 fuhren die Johanniter-Weihnachtstrucker zum ersten Mal nach Bulgarien. Es gilt als ärmstes Land in der Europäischen Union. Krushovne liegt im Norden des Landes. Vor vielen Jahren lebten hier noch 6.000 Einwohner. Doch mittlerweile sind gerade die jungen Leute weggezogen, weil sie keine Arbeit vor Ort finden. Die Stadt ist auf rund 830 Bewohner geschrumpft. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Rentner, die von umgerechnet 70 bis 140 Euro im Monat leben müssen. Doch auch in Bulgarien sind die Preise für Lebensmittel ähnlich hoch wie in Deutschland. Daher bauen viele vor Ort Obst und Gemüse an oder halten Schweine, Hühner und Enten, um überhaupt über die Runden zu kommen. Gerade im Winter wird es dann besonders knapp.

Stefan Urban leitete 2018 zusammen mit Johannes Ferber den Konvoi nach Bulgarien: „Die Menschen leben sehr bescheiden und in einfachsten Verhältnissen. Die Häuser sind teils marode, mit Toiletten im Garten, vieles ist dem Verfall überlassen.“ Die Freude über die Weihnachtstrucker war riesengroß. Manche hatten nicht geglaubt, dass wirklich LKW von Deutschland nach Krushovene kommen würden. 1.310 Päckchen brachten Ferber und Urban mit. „Wir wurden so herzlich aufgenommen“, erzählt Urban. „Bei der Verteilung versammelten sich dann fast 500 Einwohner auf dem Dorfplatz. Der Bürgermeister hatte eine Liste alle Bedürftigen angefertigt. Sie erhielten gegen Unterschrift ihr Päckchen.“ 500 weitere Päckchen wurden im Nachbardorf Bregare verteilt, weiter brachten Helfer direkt zu Bedürftigen nach Hause.

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