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Konvoi Albanien

Albanien (Region Shkoder)

„Die Zustände, unter denen viele Menschen in Albanien heute noch leben müssen, sind teilweise extrem schlecht. Dabei liegt das Land mitten in Europa.“ Daniela Benkert, die seit 2010 den albanischen Konvoi der Johanniter-Weihnachtstrucker leitet und ihr Kollege Christian Stögbauer sind immer wieder tief betroffen von den Dingen, die sie in dem Land auf der Balkanhalbinsel sehen und erleben. „Gerade im Winter, wenn die Erde gefroren ist, leiden erschreckend viele Menschen unter Hunger. Manche von ihnen sind wochenlang in ihren Bergdörfern eingeschneit, ohne eine Möglichkeit, diese zu verlassen“, berichten die beiden.

Albanien gilt als ärmstes Land in Europa – ein Land, in dem die meisten Menschen vom Ackerbau leben. Fast 7.000 km², also rund ein Viertel der Gesamtfläche des Landes, sind landwirtschaftlich nutzbar. Auch das Klima ist grundsätzlich für die meisten Arten der Viehzucht und der Landwirtschaft geeignet. Aber der steinige Boden macht die Landwirtschaft, die häufig noch von Hand betrieben wird, äußerst mühsam. Zudem steckt der kleine Balkanstaat nach wie vor im Umbruch von der sozialistischen Planwirtschaft zur modernen Marktwirtschaft. Die Infrastruktur ist schlecht: „Es gibt Gegenden, die wir mit unseren Sattelzügen überhaupt nicht erreichen können, weil es einfach keine oder viel zu enge Straßen gibt“, so Benkert. „Ein anderes häufig vorkommendes Problem sind die sehr niedrig hängenden, provisorischen Stromleitungen, unter denen die LKW nicht gefahrlos durchkommen.“ 

In Albanien fahren die Johanniter-Weihnachtstrucker zum Beispiel das Kloster von Schwester Christina in Shkodra an. Hier werden Kranke und alte Menschen umsorgt und Waisenkinder haben ein Zuhause gefunden. Um in den Bergdörfern von Shkodra zu verteilen, werden die Pakete auf geländegängige Fahrzeuge verladen. Die gebürtige Donauwörtherin gehört zu den Schwestern des in der Schweiz beheimateten Ordens „Spirituelle Weggemeinschaft“, der hier, im Norden Albaniens, eine Außenstelle betreibt. Das Kloster ist für viele Einheimische ein Lichtblick und ein Rettungsanker. Die Schwestern kümmern sich um die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Umfeld des Klosters.
 

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