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Maria Ward spendet 300 Hilfspakete

Foto: Franz Schmid

Foto: Franz Schmid

Foto: Franz Schmid

Manfred Nenninger organisiert letztmalig die Teilnahme am Johanniter-Weihnachtstrucker

Die Maria Ward Mädchenrealschule in Kempten unterstützt den Weihnachtstrucker, seitdem sich die Johanniter im Allgäu an der humanitären Hilfsaktion beteiligen. Aus anfänglich 40 Hilfspaketen, die die Mädchen vor mehr als 20 Jahren sammelten, wurden mittlerweile regelmäßig mehr als 300. Zentrale Triebfeder der Aktion an der Schule ist Manfred Nenninger. Er leitet die Spendenaktion dieses Jahr allerdings zum letzten Mal.

Stolze 300 Hilfspakete kamen auch dieses Jahr an der Mädchenrealschule zusammen und wurden am 20. Dezember von Weihnachtstrucker Michael Struck mit einem LKW abgeholt.

Manfred Nenninger, der die Aktion an der Schule initiiert und alljährlich organisiert hat, sieht dieses Ergebnis mit Freude und Stolz. „Als die Aktion im Schuljahr 1998/99 an unsere Schule herangetragen wurde, ließ ich mich umfassend informieren. Das Konzept, kein Geld, sondern vorwiegend Hilfsgüter zu sammeln, diese ehrenamtlich in die Zielregionen zu bringen und dort persönlich und ganz gezielt an die Menschen zu verteilen, die Unterstützung brauchen, hat mich überzeugt. Das ist handfest und nachvollziehbar“, erklärt der Religions-, Sport- und Geschichtslehrer. „Beim ersten Mal hatten wir 40 Pakete, die damals noch alle in den Kosovo gebracht wurden. Seither haben sich die Paketzahlen stetig gesteigert.“

Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit stellt Manfred Nenninger die Aktion in jeder Klasse vor und versucht die Mädchen zu motivieren. Alle paar Jahre kommt auch Michael Struck von den Johannitern an die Schule und berichtet in eindrücklichen Bildvorträgen über seine, teils erschütternden, Erlebnisse auf seinen Fahrten in die Zielländer (die Johanniter Weihnachtstrucker fahren mehr als 200 Schulen, Waisenheime, entlegene Dörfer und andere Verteilstellen in Nord- und Zentral-Rumänien, Bosnien, Albanien, Bulgarien und der Ukraine an). So etwas aus erster Hand zu hören, sei wichtig, findet Nenninger. „Allein schon wenn wir uns die Packliste anschauen – darauf stehen unter anderem Mehl, Zucker oder Speiseöl -, wird den Mädchen bewusst, dass Dinge, die in unserer Wohlstandsgesellschaft völlig banal erscheinen, für andere etwas sehr Wertvolles sind.“ Wichtig sei ihm, dass die Schülerinnen selbst etwas beitragen, zum Beispiel einen der Artikel selbst kaufen, das Paket packen, vielleicht ein Briefchen dazu schreiben und es in die Schule tragen - und nicht nur die Mama zum Einkaufen schicken.

Die Mädchen machten immer mit großer Begeisterung mit und auch die Unterstützung seitens der Eltern, der Kollegen und der Schulleitung seien großartig, freut er sich. In diesem Jahr begleitete Herr Nenninger die Aktion mit leiser Wehmut, denn es war sein letzter Einsatz dieser Art. Der 64-Jährige geht Ende des Schuljahres in Pension. Für die Nachfolge in Sachen Weihnachtstrucker sei aber schon gesorgt, beruhigt er. Sein Kollege Matthias Kramer wird die Aktion weiterführen.

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