Slider-img-1

Konvoi Rumänien Zentral

Rumänien (Region Harghita)

Das Zielgebiet des Konvoi Rumänien-Zentral liegt in der Region Harghita. Zentrale Anlaufstelle der Johanniter-Weihnachtstrucker ist hier seit Jahren das Jugenddorf Lokod, das Herbert und Elke Flöck im Rahmen des von ihnen gegründeten örtlichen Projekts LIA e.V. betreiben. Hier finden Waisenkinder und Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen ein neues Zuhause. In den letzten Jahren entstanden hier zudem beschützende Werkstätten, ein Beratungszentrum, Jugendwohnungen und Familienhäuser sowie ein betreutes Wohnen.

Die Hilfspakete aus Deutschland werden vorwiegend an die Einrichtungen der Jugendstiftung vergeben, aber auch andere Schulen, Pfarreien und Gemeinden nutzen die Möglichkeit, sich im Vorfeld bei Lokod zu bewerben.

„Obwohl Rumänien mittlerweile zur EU gehört, leben viele Menschen hier in furchtbarer Armut“, berichtet Christian Fleschutz, der zusammen mit Manfred Emmerling im Jahr 2016 den Konvoi leitete.
„Der Arbeitsverdienst beträgt nur einen Bruchteil des deutschen Gehaltes, die Lebensmittel sind aber ähnlich teuer wie in Deutschland. Die Arbeitslosigkeit liegt in einigen Gebieten bei 70 Prozent. Häufige Überschwemmungen, ungenügende Infrastruktur und die schlechte wirtschaftliche Entwicklung des Landes führen dazu, dass viele Menschen jeden Tag ums Überleben kämpfen müssen. Die Kinderheime sind überfüllt und es gibt eine große Zahl von Straßenkindern ohne Schulbildung und Zukunftsperspektiven.“

„Viele Eltern machen sich als Saison-Arbeiter auf den Weg, um mehr Geld für ihre Familien zu haben“, ergänzt Manfred Emmerling. „In Rumänien wird oft von Saison-Waisen berichtet, da sich die Kinder während des Auslandsaufenthaltes ihrer Eltern selbst versorgen müssen. Nicht immer sind Großeltern in der Nähe, die die Kinder vor Ort unterstützen.“

Viele von ihnen profitieren von der Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe der deutschen Spender. Trotz ihrer teils erschütternden Schicksale seien die Menschen unglaublich herzlich, berichten Fleschutz und Emmerling beeindruckt. „Es ist unbeschreiblich schön zu erleben, wie man das Leben von Familien und Kindern mit ganz einfachen Mitteln ein kleines bisschen besser machen kann.“

Die LKW der Johanniter-Weihnachtstrucker müssen ihre Route zu den oft entlegenen Dörfern genau planen, denn nicht alle sind mit den großen Fahrzeugen über die schlechten Straßen erreichbar. Nicht selten müssen Päckchen auf Pferdefuhrwerke umgeladen werden, um sie in kleine Dörfer in den Bergen zu bringen. "Die Menschen hüten die Päckchen wie ihren Augapfel. Einige haben Mitte des Jahres noch etwas davon übrig."

 

Folgeaktionen

Lesen Sie mehr über weitere Projekte und Kooperationen rund um den Johanniter-Weihnachtstrucker.

Jetzt lesen
NACH OBEN