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Konvoi Bosnien

Bosnien-Herzegowina (Region Banja Luka)

„In Bosnien-Herzegowina herrschen große soziale Unterschiede: Denjenigen, die über ein Doppeleinkommen verfügen und sehr gut leben können, steht eine große Masse an Menschen gegenüber, die Geringverdiener oder arbeitslos sind und alle Möglichkeiten nutzen müssen, um irgendwie über die Runden zu kommen. Wir haben mit Menschen gesprochen, die von 130 Euro im Monat leben müssen – und das bei Lebenshaltungskosten von 900 Euro. Da sind die Pakete eine Hilfe, um etwas Geld für andere Dinge zur Verfügung zu haben“, berichtet Markus Kristen.

Der 47-jährige leitete zusammen mit Stefan Reitsam im Jahr 2016 den Konvoi nach Bosnien-Herzegowina. Gemeinsam mit zehn Fahrern brachten sie 6.166 sehnsüchtig erwartete Pakete zu verschiedenen Verteilstationen in den Zielregionen Banja Luka und Tuzla. Dort halfen wie jedes Jahr Partnerorganisationen, kirchliche Einrichtungen sowie wohltätige Vereine bei der Verteilung der Hilfspakete vor Ort. Diese kommen neben bedürftigen Familien und Schulkindern auch dem Sozialzentrum der Pfarrei Budzak, der Merhammed-Suppenküche, der Behindertenorganisation „Partner“, der dortigen Caritas, dem Straßenkinderprojekt „Neue Generation“, sowie dem Verein Mirna Luka, einem Partnerprojekt der katholischen Friedensbewegung Pax Christi Würzburg zu Gute. Weitere Partner in der Zielregion Bosnien sind die Medicinska Škola Tuzla und der Rotaract Club Tuzla 99.

„Über unseren Partner vor Ort, die Medical School in Tuzla, hatten wir dieses Mal erstmals Kontakt zu einem sehr entlegenen Dorf“, erzählt Stefan Reitsam. „Die Päckchen wurden in einen Transporter umgeladen und dort bis in die Wohnzimmer der Bewohner geliefert.“ Der Empfang durch die Bevölkerung sei dort wie überall äußerst herzlich gewesen. „Besonders die Gesichter der Kinder, wenn sie eines der sorgsam gepackten Pakete in Händen halten, motivieren einen, seinen Urlaub in diese Aktion zu investieren.“

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