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Konvoi Albanien

Albanien (Region Shkoder)

„Die Zustände, unter denen viele Menschen in Albanien heute noch leben müssen, sind teilweise extrem schlecht. Dabei liegt das Land mitten in Europa.“ Daniela Benkert, die seit 2010 den albanischen Konvoi der Johanniter-Weihnachtstrucker leitet und ihr Kollege Christian Stögbauer sind immer wieder tief betroffen von den Dingen, die sie in dem Land auf der Balkanhalbinsel sehen und erleben. „Gerade im Winter, wenn die Erde gefroren ist, leiden erschreckend viele Menschen unter Hunger. Manche von ihnen sind wochenlang in ihren Bergdörfern eingeschneit, ohne eine Möglichkeit, diese zu verlassen“, berichten die beiden.

Albanien gilt als ärmstes Land in Europa - ein Land, in dem die meisten Menschen vom Ackerbau leben. Fast 7.000 km², also rund ein Viertel der Gesamtfläche des Landes, sind landwirtschaftlich nutzbar. Auch das Klima ist grundsätzlich für die meisten Arten der Viehzucht und der Landwirtschaft geeignet. Aber der steinige Boden macht die Landwirtschaft, die häufig noch von Hand betrieben wird, äußerst mühsam. Zudem steckt der kleine Balkanstaat nach wie vor im Umbruch von der sozialistischen Planwirtschaft zur modernen Marktwirtschaft. Die Infrastruktur ist schlecht: „Es gibt Gegenden, die wir mit unseren Sattelzügen überhaupt nicht erreichen können, weil es einfach keine oder viel zu enge Straßen gibt“, so Benkert. „Ein anderes häufig vorkommendes Problem sind die sehr niedrig hängenden, provisorischen Stromleitungen, unter denen die LKW nicht gefahrlos durchkommen“, Die Arbeitslosenquote liegt bei 15 Prozent (Stand 2016).

Umso wichtiger sind Lichtblicke, wie sie von den Johanniter-Weihnachtstruckern ausgehen. „Die Hilfspakete verschaffen den Menschen nicht nur einige sättigende Mahlzeiten und ein wenig mehr Lebensqualität, sondern sie sind zugleich ein bedeutsames Signal der Nächstenliebe und des Nicht-Vergessens. Entsprechend groß ist die Freude und Dankbarkeit der Beschenkten“, bestätigen Daniela Benkert und Christian Stögbauer.

Eine feste Anlaufstelle für die Johanniter-Weihnachtstrucker ist seit Jahren das Kloster in Shkoder. Dort setzt sich Sr. Maria Christina Färber für die notleidende Bevölkerung ein. Die gebürtige Donauwörtherin gehört zu den Schwestern des in der Schweiz beheimateten Ordens „Spirituelle Weggemeinschaft“, der hier, im Norden Albaniens, eine Außenstelle betreibt. Das Kloster ist für viele Einhemische ein Lichtblick und ein Rettungsanker. Hier finden die durch die immer noch praktizierte Blutrache traumatisierten Kinder und Jugendlichen Unterschlupf und werden betreut. Außerdem kümmern sich die Schwestern um die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Umfeld des Klosters und setzen sich für eine gewisse Infrastruktur in den Armenvierteln der Region ein.

Die Klosterschwestern stellen ein wichtiges Bindeglied zu den Menschen vor Ort dar. „Sie haben einen vertrauensvollen Kontakt zu den Menschen und wissen genau, welche Personen Unterstützung benötigen“, so Daniela Benkert. „Durch ihre exzellente Vernetzung leisten die Schwestern einen wertvollen Beitrag zur gerechten und geordneten Verteilung der Hilfspakete bis in die entlegenen Bergdörfer hinauf.“

Das Kloster ist für Viele ein Lichtblick und ein Rettungsanker. Hier finden die durch die Blutrache traumatisierten Kinder und Jugendlichen Unterschlupf und werden betreut. Außerdem kümmern sich die Schwestern um die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung im Umfeld des Klosters und setzen sich für eine gewisse Infrastruktur in den Armenvierteln der Region ein.

„Den Menschen hier fehlt es an allem“, sagt Schwester Christina. „Grundnahrungsmittel werden dringend benötigt. Hygieneartikel oder gar Spielwaren gehören zu den unerreichbaren Luxusgütern. Deshalb sind die Besuche der Weihnachtstrucker ein wahrer Segen.“

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