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Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen…

Ulrich Kraus organisiert den Transport beim Johanniter-Weihnachtstrucker

Ein Großprojekt wie der Johanniter-Weihnachtstrucker bedarf monatelanger, akribischer Vorbereitungen. Kaum einer weiß das besser als Ulrich Kraus. Von der Johanniter-Landesgeschäftsstelle in Unterschleißheim aus hält der gebürtige Augsburger die Fäden in der Hand – und weiß sie geschickt und mit ruhiger Hand zu ziehen. Bis Mitte 2016 war er zuvor als Rettungsdienstleiter bei den Johannitern in Augsburg tätig und koordinierte die Konvois über vier Jahre ehrenamtlich neben seinem Hauptjob.

„Man darf sich auch im größten Stress nicht aus der Ruhe bringen lassen.“ Das sei das A und O, sagt Ulrich Kraus. Noch sieht der Logistikleiter der Johanniter-Weihnachtstrucker ganz entspannt aus. „Das kann sich in der heißen Phase um Weihnachten herum noch ändern“, lacht er. Damit es nicht so weit kommt, wird seit Monaten schon kräftig vorgearbeitet. „Ich kümmere mich seit Wochen schon um die Zollpapiere und Fährtickets für die Konvois.“ Auf seiner Agenda für die nächsten Tage und Wochen stehen überdies: Erstellung von Koordinationsplänen mit den Partnerorganisationen in den Zielländern. „So wird die reibungslose Verteilung der Päckchen sichergestellt.“ Außerdem gilt es, die Absprachen mit den Konvoileitern und ihren Stellvertretern zu führen „Die meisten von ihnen haben bereits teils langjährige Erfahrung. Wir hoffen, dass auch in diesem Jahr alles reibungslos über die Bühne geht.“

Wie in jedem Jahr ist auch dieses Mal die Koordination der Abholung und Verladung der gespendeten Päckchen eine großer Herausforderung - und die Frage, wie viele Sattelschlepper und somit Fahrer heuer benötigt werden. Denn zu den in 2016 neu hinzugekommenen Landesverbänden Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt/Thüringen, Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar sowie Sachsen auch die Johanniter im Landesverband Niedersachsen/Bremen mit an Bord sein“, erklärt Ulrich Kraus. Bei ihm läuft die Logistik der Hilfsaktion zusammen.

„Momentan kann noch niemand konkret abschätzen, wie viele Päckchen wir in den einzelnen Regionen bekommen werden und wie viele zusätzliche LKWs wir brauchen.“ Das sei übrigens von jeher bis kurz vorher eine spannende Angelegenheit „Wir hatten schon öfter Jahre, in denen es zögerlich losging und wir kurz vor Weihnachten von Päckchen überflutet worden sind.“, schmunzelt er. „Zum Glück haben wir extrem engagierte ehrenamtliche Fahrer und auch viele hilfsbereite Partnerfirmen und Speditionen, die uns zum großen Teil die Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung stellen. Ihnen sind wir sehr dankbar für ihren außerordentlichen Einsatz.“

Die Arbeit als Logistikleiter ist übrigens eine ganzjährige Aufgabe. Nach der Rückkehr der Konvois Anfang Januar steht zunächst die Abrechnung an. Danach wird Kraus, gemeinsam mit Kollegen aus dem Projektteam, immer wieder die Zielländer und dortigen Partner besuchen, eventuelle Verbesserungen oder Neuerungen auf den Weg bringen, sukzessive neue Zielregionen erschließen und nicht zuletzt die zahlreichen Nachfolgeprojekte betreuen, die aus dem Johanniter-Weihnachtstrucker hervorgegangen sind. Bis es dann im Herbst nächsten Jahres wieder heißt: „Nach dem Weihnachtstrucker ist vor dem Weihnachtstrucker….

Bereits zum 24. Mal bringen die Johanniter-Weihnachtstrucker 2017 um die Weihnachtszeit Tausenden notleidenden Menschen in Südosteuropa mit Hilfspaketen ein Stück Überlebenshilfe und Nächstenliebe. Die Empfänger der gespendeten Päckchen, die Grundnahrungsmittel, Hygieneartikel, sowie kleine Geschenke und Süßigkeiten für Kinder enthalten, sind arme Familien, Senioren und behinderte Menschen in Albanien, Bosnien und Rumänien. Neben der Hilfe und dem Zeichen in den Zielregionen wollen die Johanniter mit dem Projekt auch die Menschen hierzulande daran erinnern, dass unsere Infrastruktur und Lebenstandards selbst innerhalb Europas keine Selbstverständlichkeit sind.

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