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Schulmöbel und Krankenhausinventar für Südosteuropa


Michael Struck aus Unterthingau im Ostallgäu ist seit vielen Jahren ehrenamtlich bei den Johannitern im Regionalverband Allgäu tätig. Dort ist er zum einen als Regionaljugendleiter aktiv und hat als solcher engen Kontakt zu den Aktiven im Schulsanitätsdienst. Zum anderen fährt er seit mehr als zehn Jahren beim Johanniter-Weihnachtstrucker mit, wenn dieser um die Weihnachtszeit Tausende von Hilfspaketen mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln nach Rumänien, Bosnien und Albanien bringt. Aus der Kombination dieser beiden Tätigkeiten ging ein hervorragendes Netzwerk hervor, von dem nun alle Seiten profitieren.

„Wenn an Schulen oder in Krankenhäusern Möbel oder Geräte aussortiert werden, wenden sich die Leute mittlerweile häufig von sich aus an mich“, freut sich Michael Struck. „Da heißt es dann: „Du Michel, mir ham da was…“ Wie vor kurzem im Fall der Maria Ward-Realschule in Kempten. Als eine Außenstelle der Einrichtung geschlossen wurde, informierten die Verantwortlichen Michael Struck. Er sorgte dafür, dass genügend LKW anrollten, von einem Dutzend ehrenamtlicher Helfer der Johanniter mit Stühlen, Tischen, Bänken, Overheadprojektoren, Fernsehgeräten samt Video- und DVD-Playern und vielem mehr beladen und dann Richtung Rumänien geschickt wurden.

Dort werden die Sachen mit Hilfe zuverlässiger, langjähriger Partnerorganisationen an verschiedene Schulen in den Zielländern verteilt. „Hierzulande gelten die elektrischen Geräte als veraltet – dort unten freut man sich an den Schulen sehr darüber“, weiß Struck. „Wir bekommen nach jeder Lieferung Rückmeldung von den Verantwortlichen vor Ort, dass die Dinge angekommen sind und wo genau sie verteilt wurden. Sehr oft sind auch Fotos dabei.“

Nicht nur Schulmöbel sind sehr gefragt. Auch der Bedarf an Krankenhausbetten, Rollatoren, Rollstühlen, Gehhilfen, Schienen, Krücken, Toilettenstühlen, Baby-Windeln und dergleichen ist groß. „Solche Dinge verteilen wir an Krankenhäuser in Südosteuropa, denn dort sind sie Mangelware.“

„Im Lauf der vergangenen fünf Jahre haben wir rund 13 LKW-Ladungen mit allen möglichen Hilfsgütern unterm Jahr in die Zielländer geschickt.“ Bei dieser Aufgabe arbeitet Michael Struck eng mit seinem Johanniter-Kollegen Lorand Szüszner zusammen, der vom Regionalverband Mittelfraken aus für die Auslandshilfe der Organisation zuständig ist. „Ich sehe eine unserer Hauptaufgaben als Johanniter im Dienst am Nächsten“, erklärt Michael Struck. „Mit dieser Art von Engagement erfüllen wir diesen Anspruch perfekt.“

 

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