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Medizinische Versorgung in der Roma-Siedlung Ponorata


Ponorata ist eine ohne offizielle Genehmigung entstandene Roma-Siedlung in Rumänien in der Region Maramures. Sie gehört zu den Verteilstellen der Johanniter-Weihnachtstrucker. Hier leben rund 800 Menschen, darunter 400 Kinder unter 16 Jahren unter ärmlichen Bedingungen. Die Menschen in Ponorata hausen in kleinen Hütten mit Lehmboden, Großfamilien teilen sich einen einzigen Raum. Waschgelegenheiten gibt es nur außerhalb des Hauses. Die Situation in Ponorata ist allerdings nicht repräsentativ für den Rest des Landes, doch Siedlungen wie diese gibt es mehrere.

 

Die Johanniter-Weihnachtstrucker machten vor einiger Zeit Halt in diesem Dorf. Im August 2016 besuchte dann das Team um die Nürnberger Johanniter Lorand Szüszner und Johannes Berges gemeinsam mit dem Kinderarzt Dr. Horst Seithe vom Klinikum Nürnberg Süd die Siedlung. Die deutschen Helfer untersuchten und behandelten gemeinsam mit einer rumänischen Kinderärztin innerhalb von zwei Tagen rund 200 Kinder.

 

Das rumänische Gesundheitsministerium, mit dem der Johanniter-Weihnachtstrucker in engem Kontakt steht, schloss sich der Aktion an und entsandte seinerseits 35 Medizinstudenten und Fachärzten aus Bukarest und Cluj in die Siedlung. Sie betreuten weitere 200 erwachsene Patienten. Als Behandlungsräume dienten die Schule und die Sanitäranlagen.

 

Viele der Kinder in Ponorata gehen mittlerweile zur Schule – und sei es auch in erster Linie, um im Winter von der Wärme und dem warmen Essen dort zu profitieren. Doch selbst im Sommer ist etwa die Hälfte der Kinder in der Schule anzutreffen. Ein Anreiz für den Schulbesuch besteht darin, dass nur die Kinder ein Päckchen der Weihnachtstrucker erhalten, die zur Schule gehen.

 

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